Aktuelle Studien

Derzeit werden ca. 50 klinische Studien am NCRC (NeuroCure Clinical Research Center) zu neurologischen und (neuro-)psychiatrischen Erkrankungen durchgeführt. 

Die hier dargestellten Studien stellen nur eine Auswahl aus vielen am NCRC angebotenen Diagnostik- und Therapiestudien dar. Zusätzlich zu unseren eigenen Studien nehmen wir auch an Studien teil, die von Pharmaunternehmen durchgeführt werden (z.B. Studien mit Fingolimod (Novartis) mit Laquinimod (TEVA Pharma), mit Copaxone (TEVA Pharma), mit Teriflunomid (Sanofi-Aventis), Masitinib (AB Science), Diazoxide (Neurotec Pharma) oder Registerstudien (Biomarin)).

Studien zur Multiplen Sklerose (Auswahl):  

CIS-Studie: Klinisch isoliertes Syndrom und neu diagnostizierte Multiple Sklerose: Diagnostische, prognostische und Therapie-Response Marker

Diese Verlaufsuntersuchung richtet sich an Patienten, die erst seit kurzer Zeit an einer Multiplen Sklerose leiden oder bei denen ein sog. „Klinisch Isoliertes Syndrom“ (CIS) diagnostiziert wurde. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, die helfen soll, die Erkrankung in ihren frühen Phasen besser zu verstehen und Marker für den Verlauf und die Prognose zu entwickeln. In regelmäßigen Abständen erhalten die Studienteilnehmer u.a. eine neurologische Untersuchung, eine MRT-Untersuchung und eine optische Kohärenztomographie. 

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

EVIDIMS-Studie: Vitamin D bei Multipler Sklerose

In dieser Studie untersuchen wir, ob die regelmäßige hochdosierte Einnahme von Vitamin D den klinischen Verlauf sowie verschiedene MRT-Parameter bei Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenannte klinisch isoliertem Syndrom positiv beeinflusst. Eine Vielzahl von Untersuchungen deutet darauf hin, dass der Blutspiegel von Vitamin D sowohl das Erkrankungsrisiko als auch den Verlauf einer Multiplen Sklerose (MS) beeinflussen kann. Es ist jedoch noch unklar, ob dies auch für die Einnahme von Vitamin D zutrifft. Eine Besonderheit dieser Studie ist, dass, im Gegensatz zu den häufigeren placebokontrollierte In einem Studienarm erhalten die Patienten ein sogenanntes Placebo. Das ist ein Scheinmedikament, welches wie die Studienmedikation aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält. Studien, hier zwei verschiedenen Dosierungen von Vitamin D verglichen werden. Das bedeutet, dass alle Studienteilnehmer Vitamin D erhalten. Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten die seit mindestens drei Monaten eine MS-Behandlung mit Interferon-β1b bekommen. Das Studienmedikament wird alle zwei Tage über 1,5 Jahre oral eingenommen und ist sehr gut verträglich .  Die Behandlung mit Interferon-β wird während der Studie fortgeführt. Auch bei dieser Studie werden die Patienten regelmäßig in der Studienambulanz gesehen und untersucht.

 

Studienleitung: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

 

FAM-Studie: Fatigue bei Multiple Sklerose

Ein Großteil der an Multipler Sklerose erkrankten Patienten leidet unter chronischer Erschöpfung, die auch als Fatigue bezeichnet wird. Bisher gibt es keine erfolgreiche evidenzbasierte Therapie zur Behandlung des Fatigue-Syndroms. In der FAM-Studie sollen zwei nicht medikamentöse Verfahren  -Akupunktur und Achtsamkeitstraining - als Therapiemöglichkeit bei Fatigue untersucht werden.

In die Studie können Patienten aufgenommen werden, bei denen eine Multiple Sklerose diagnostiziert wurde und bei denen seit mindestens 3 Monaten ein Fatigue-Syndrom besteht. Die Teilnehmer sollen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und müssen gehfähig ohne Hilfsmittel sein. Die Therapie der Multiplen Sklerose und des Fatigue-Syndroms darf in den drei Monaten vor Aufnahme in die Studie nicht verändert worden sein. Die Studientermine werden am NCRC in Berlin durchgeführt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier (Link zum Flyer)

Studienleitung:

Prof. Dr. med. Friedemann Paul (AG Neuroimmunologie, NCRC, ECRC) und

Prof. Dr. med. Claudia Witt (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charite - Universitätsmedizin Berlin)

 

FLIMMERBOX-Studie: Untersuchung der „kritischen Flimmerfrequenz“ als funktioneller Parameter einer retinalen Funktionsstörung bei Patienten mit Multipler Sklerose

Bei dieser Studie geht es um eine Verlaufsuntersuchung der kritischen Flimmerfrequenz (CFF). Die CFF ist die Wiederholungsfrequenz eines blinkenden Lichtsignals, ab der die zeitliche Auflösungsfähigkeit des Auges ausreicht um die einzelnen Lichtsignale zu unterscheiden. Mit anderen Worten beschreibt die CFF die Frequenz, ab der ein Mensch nicht mehr ein kontinuierliches Lichtsignal, sondern ein flimmerndes Signal wahrnimmt. In diesem Forschungsvorhaben soll nun zum einen untersucht werden, ob sich die CFF von MS-Patienten von der CFF bei Gesunden unterscheidet und zum anderen, ob die CFF bei MS-Patienten mit einer messbaren Schädigung von Nervenfasern korreliert. In dieser Studie finden in 1,5 Jahren drei Visiten mit einer neurologischen Untersuchung, optischer Kohärenztomographie und Untersuchungen der CFF statt. Diese Studie ist offen für Patienten mit schubförmig-remittierender MS.

Studienleitung: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

 

MOVING-Studie: Modifizierung des visuellen Outcome nach Optikusneuritis durch Gilenya®

Viele MS-Patienten erleiden zu Beginn oder im Verlauf der MS-Erkrankung eine Sehnervenentzündung, die häufig zu einer dauerhaften Zerstörung von Nervenfasern und -zellen führt. Das neu zugelassene MS-Medikament Gilenya® besitzt neben seiner anti-entzündlichen Wirkung möglicherweise auch neuroprotektive Eigenschaften. In der MOVING-Studie soll untersucht werden, ob sich durch eine frühzeitige Behandlung mit Gilenya® im Vergleich zur Standardbehandlung mit Interferon beta die Zerstörung nervaler Strukturen messbar reduzieren lässt.

Die Studiendauer beträgt sechs Monate. Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenanntem klinisch isoliertem Syndrom, die kürzlich eine Sehnervenentzündung erlitten haben. Es erfolgen regelmäßig Untersuchungen (u.a. MRT, verschiedene Augenuntersuchungen) am Studienzentrum.

Studienleitung: PD Dr. Olaf Hoffmann (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC) in Kooperation mit Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

REPABO-Studie: Patientenbasierte Messinstrumente bei Multipler Sklerose

Gute Messinstrumente sind notwendig um Nutzen und Schaden von verschiedenen Therapien darzustellen, sei es zur Beschwerdelinderung, sei es um die MS selbst zu beeinflussen. Bislang wird dies einheitlich weltweit nur mit dem EDSS, der Expanded-Disability-Status-Scale gemacht. Ziel dieser Untersuchung soll es sein, patientenbasiert Untersuchungsinstrumente, also vor allem Fragebögen und neue objektive Tests, vor allem einen Ausdauergehtest und eine Prüfung des Sehvermögens zu untersuchen. Es soll untersucht werden, inwiefern diese besser als herkömmliche Instrumente die Aktivität der Erkrankung abbilden können. Teilnehmen können Patienten mit hoher Krankheitsaktivität wie auch Patienten ohne Schübe und ohne Zunahme der Beeinträchtigung im EDSS innerhalb der letzten 2 Jahre. Alle 3 Monate erfolgt eine Vorstellung bei uns, bei der wir verschiedene Tests und Untersuchungen durchführen werden.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

TRIOMS-Studie: Behandlung der Multiplen Sklerose mit Wurmeiern des Schweinepeitschenwurms
Vorarbeiten deuten an, dass eine asymptomatische Wurminfektion durch den Schweinepeitschenwurm die Krankheitsaktivität von Autoimmunerkrankungen reduzieren kann. Diesen Ansatz wollen wir in der TRIOMS-Studie bei Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenanntem klinisch isoliertem Syndrom weiter untersuchen. Dazu nimmt eine Gruppe von Studienteilnehmer über ein Jahr regelmäßig eine Flüssigkeit ein, die gereinigte Eizellen des Schweinepeitschenwurms enthält. Eine zweite Gruppe erhält ein identisch aussehendes Placebo-Produkt. Die Wirksamkeit der Behandlung wird in erster Linie mittels Kernspintomographie untersucht. Bisherige Daten legen eine sehr gute Verträglichkeit der Eier nahe.
Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenanntem klinisch isoliertem Syndrom, bei denen eine Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit der standardisierten Therapie mit Interferonen oder Glatirameracetat besteht. Auch bei dieser Studie werden die Patienten regelmäßig in der Studienambulanz gesehen und untersucht.
Studienleitung: Dr. Berit Rosche (Klinik für Neurologie) in Kooperation mit Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Studien zur Neuromyelitis optica (NMO):

NEMOS Studie

Die NMO (auch Devic-Syndrom genannt) ist eine seltene entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, welche fast ausschließlich die Sehnerven und das Rückenmark betrifft. Die Neuromyelitis optica Studiengruppe (nachfolgend NEMOS abgekürzt) ist eine Initiative von Ärzten aus etwa 25 Kliniken in ganz Deutschland, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Kenntnisse über die NMO zu erweitern und damit die Diagnostik und Therapie der von dieser Erkrankung betroffenen Patienten zu verbessern. In diesem Projekt sollen einerseits von NMO-Patienten, die in eine Teilnahme an diesem Vorhaben eingewilligt haben, wichtige Informationen zur Diagnose, zum Verlauf und zur Therapie in pseudonymisierter Form in einer Datenbank zusammengefasst werden. Andererseits möchten wir zum besseren Verständnis der Krankheitsprozesse bei NMO-Patienten gezielt MRT-Untersuchungen, Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit und eine optische Kohärenztomographie durchführen. Teilnehmen können alle Patienten, bei denen die Diagnose einer Neuromyelitis optica bzw. eines Devic-Syndroms gestellt wurde. 

Weitere Informationen zur NEMOS-Studiengruppe sowie zur Neuromyelitis optica finden Sie hier: http://www.nemos-net.de/

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Studien zum Susac-Syndrom:

SUSAC-Studie: Untersuchung von geeigneten Biomarkern bei Patienten mit Susac-Syndrom und passenden Kontrollindividuen

Das Susac-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die das Gehirn, die Netzhaut des Auges und das Innenohr betrifft. Es kommt dabei u.a. zu kognitiven Störungen, Persönlichkeitsveränderungen, Lähmungserscheinungen, Sehstörungen und Hörminderung. Die Ursache des Susac-Syndroms ist nicht genau bekannt. In diesem Forschungsvorhaben sollen zum einen Biomarker identifiziert werden, die eine zuverlässige Diagnose des Susac-Syndroms und eine Abgrenzung gegenüber anderen, zumeist weitaus häufigeren Erkrankungen ermöglichen. Zum anderen sollen die Kenntnisse und das Verständnis des zugrundeliegenden schädigenden Prozesses verbessert werden. Eine sichere Diagnosestellung und ein besseres Verständnis der schädigenden Mechanismen sind letztlich auch der Schlüssel zu einer wirksamen Therapie. Teilnehmen können alle Patienten, bei denen ein Susac-Syndrom festgestellt wurde oder vermutet wird.

Studienleitung: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

Studien zum Schlaganfall (Auswahl):

ARIMIS-Studie: Autoimmunphänomene nach Schlaganfall

Der Schlaganfall führt kurzzeitig zu einer deutlichen Funktionsunfähigkeit des Immunsystems (schlaganfallinduzierte Immundepression-CIDS). Damit wird die Entstehung von Infektionen (z.B. Lungenentzündungen) begünstigt. Andererseits kann die Zerstörung des Hirngewebes durch den Schlaganfall auch die Entstehung von Autoimmunmechanismen begünstigen. Dabei wendet sich das Immunsystem gehen körpereigenes Gewebe. Wir wollen in dieser Studie zeigen, ob der Schlaganfall zur Entstehung von Autoimmunmechanismen führt und welchen Einfluss  diese auf den klinischen Verlauf nach Schlaganfall haben. Im Rahmen dieser Studie wird Patienten, die einen mittelschweren bis schweren Schlaganfall erlitten haben, direkt nach Einschluss in diese Studie innerhalb von 36 Stunden, nach drei, sieben, 90 und 180 Tagen nach Schlaganfall Blut entnommen und auf immunologische Veränderungen hin untersucht. Des Weiteren werden engmaschige klinische Untersuchungen durchgeführt.

Studienleitung: Dr. Juliane Klehmet (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC Neurologie CCM)

Gehirnstimulationsstudien: Gehirnstimulation und intensives Training in der Rehabilitation chronischer motorischer Paresen und chronischer Aphasie nach Schlaganfall

In diesen Projekten werden Patienten, die nach einem Schlaganfall an einer Lähmung (motorischer Parese) bzw. an einer Sprachstörung (Aphasie) leiden, mittels eines intensiven physiotherapeutischen Trainings sowie einer Kombination von physiotherapeutischem Training und transkranieller Gleichstromstimulation bzw. mittels eines hochintensiven individuell angepassten Benenntrainings sowie einer Kombination aus intensivem Benenntraining und transkranieller Gleichstromstimulation untersucht. Gleichzeitig werden die zugrunde liegenden Mechanismen mittels struktureller und funktioneller Bildgebung (sowie Einzelpuls-TMS (Transkranieller Magnetstimulation)) erfasst.

 

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

KMS-2-Studie: Diagnostik von induzierter Neglect-Symptomatik mit Hilfe des Kreismonitorsystems

Der Neglect ist ein häufiges Syndrom nach einem Schlaganfall. Patienten mit Neglect nehmen Reize, die im Raum kontralateral zur geschädigten Hirnhälfte dargeboten werden, nicht mehr wahr. Im Alltag führt dies zu schwerwiegenden Einschränkungen. Zudem ist das Auftreten eines Neglects ein negativer Prädiktor für die zu erwartende Erholung des Patienten.

Neben der Beobachtung des spontanen Verhaltens werden zur Diagnostik des Neglects derzeit vor allem Such- und Durchstreichaufgaben auf Papier (“paper-and-pencil“ Tests) eingesetzt. Diese Tests haben den Nachteil, dass sie nur einen kleinen räumlichen Ausschnitt prüfen können. Mit dem Kreismonitorsystem, das mit Hilfe von Touchscreens zu lösende  Aufgaben präsentiert, konnten wir in der ersten Phase des Projekts (KMS-1 Pilotstudie) die Genauigkeit der Diagnostik erhöhen. So konnten wir auch sehr milde Beschwerden erfassen, die mit herkömmlichen Tests nicht aufgedeckt werden, aber in komplexen Alltagssituationen relevant sein können. Dies macht eine zielgerichtete Behandlung betroffener Patienten möglich. Langfristig wollen wir mit dieser Technologie auch die Therapie von Neglect-Patienten verbessern, indem wir alltagsrelevante Aufgaben in einem virtuellen Umfeld modellieren.

Basierend auf unserer KMS-1 Pilotstudie möchten wir nun gesunde Probanden testen, bei denen eine kurzzeitige Neglectsymptomatik mittels nicht-invasiver elektrischer Hirnstimulation (transkranielle Gleichstromstimulation, tDCS) hervorgerufen wurde. Im Gegensatz zu anderen schlaganfallbedingten Ausfällen, wie Sprachstörungen oder Gesichtsfelddefekten, ist beim Neglect erst unzureichend geklärt,  welche Läsionsorte für die Entstehung der einzelnen Facetten der Symptomatik verantwortlich sind. Grund dafür ist, dass es sich bei Neglectpatienten meist um weit ausgedehnte Läsionen handelt, welche viele Bereiche des Gehirns geschädigt haben. tDCS bietet die Möglichkeit, bestimmte Hirnareale gezielt zu stimulieren und so deren Einfluss auf die Neglect-Symptomatik gezielt zu untersuchen. tDCS ist dabei ohne Risiko und führt zu keinerlei negativen Empfindungen oder anhaltenden kognitiven oder sensorischen Einschränkungen. Ein gezielte Untersuchung der zugrunde liegenden Mechanismen und der beteiligten Struktur-Funktions-Beziehungen beim Neglect würde helfen, die Störung besser zu verstehen und könnte dadurch im weiteren Verlauf die Diagnostik und Therapie der Patienten und somit ihre Rehabilitationschancen positiv beeinflussen.

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, Neurologie CCM)

Ansprechpartner: Dr. Lena Ulm, Dorota Wohlrapp (MS) (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC Neurologie CCM)

Beteiligte Kooperationspartner: Exzellenzcluster NeuroCure (Prof. Dr. Agnes Flöel, Prof. York Winter), Median Klinik Berlin-Kladow (Dr. Christian Dohle),  Freie Universität Berlin, Abteilung Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie (Prof. Michael Niedeggen), Berlin Center for Advanced Neuroimaging BCAN sowie Graduiertenschule Berlin School of Mind and Brain (Dr. Daniel S. Margulies).

Pilotstudie zur Optischen Kohärenztomographie (OCT) bei Patienten mit ischämischen Infarkten im Stromgebiet der A. cerebri posterior

Tritt in einer bestimmten Region des Gehirns eine Schädigungen auf, können mitunter damit zusammenhängende Veränderungen von Nervenzellstrukturen auch an weiter entfernten anderen Gehirnregionen festgestellt werden. Gegenstand dieser Studie ist die Darstellung einer möglichen Beteiligung der vorderen Abschnitte des Sehsystems (Netzhaut) bei Patienten, die einen Schlaganfall mit Beteiligung der hinteren Abschnitte des Sehsystems erlitten haben. Die hier durchgeführten Untersuchungen mit der optischen Kohärenztomographie bei Patienten könnten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Funktionsweise des Sehsystems liefern.

Diese Studie richtet sich primär an Patienten mit neu aufgetretenen Schlaganfällen im Stromgebiet der Arteria cerebri posterior. Teilnehmen können auch Patienten mit umschriebenen kleinen „lakunären“ Infarkten in anderen Gehirnarealen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

PREDICT-Studie: Vorhersage Schlaganfall-assoziierter Pneumonien

PREDICT ist eine Beobachtungsstudie zur Vorhersagekraft klinischer Parameter und Biomarker hinsichtlich Schlaganfall-assoziierter Pneumonien. Damit soll eine gezielte Prävention dieser lebensbedrohlichen Komplikation bei Schlaganfallpatienten ermöglicht werden. Nähere Informationen finden Sie hier

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

STRAWINSKI-Studie: Ein ungünstiges Outcome nach Schlaganfall ist mit nosokomialen Infektionen assoziiert: PCTus-gesteuerte antibakterielle Therapie bei Patienten mit schwerem ischämischem Schlaganfall

Die Entwicklung von Schlaganfall-assoziierten Infektionen hat einen negativen Einfluss auf das Outcome, d.h. den Krankheitsverlauf nach Schlaganfall. Eine durch Biomarker ermöglichte frühe Identifikation von Hochrisikopatienten könnte über den frühzeitigen Beginn einer antibiotischen Therapie zu einer Verbesserung des Outcomes nach Schlaganfall beitragen. Mit dieser Studie möchten wir untersuchen, ob ein intensives Infektionsmonitoring mittels Procalcitonin ultrasensitiv (PCTus) nicht nur eine frühe und gezielte standardisierte Behandlung mit Antibiotika erlaubt,  sondern auch das funktionelle Outcome nach einem Schlaganfall - im Vergleich zu einer auf den aktuellen Leitlinien basierenden Standard-Therapie - verbessern kann.

Es handelt sich um eine multizentrische Eine Studie, die an mehreren Zentren durchgeführt wird., randomisierte Die Zuteilung in die Behandlungsarme erfolgt rein zufällig., doppelblinde Doppelblind bedeutet, dass weder der Patienten noch der Arzt wissen, ob der Patient die Studienmedikation oder das Placebo erhält (bzw. bei Studien ohne Medikation: in welchem Studeinarm der Patient sich befindet). Studie.

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

 

Studien zur Myasthenia gravis (Auswahl):

Die Rolle des Thymus bei der Myasthenia gravis

Obwohl die Assoziation zwischen einer Vergrößerung oder einem Tumor des Thymus (Bries) und der autoimmunen Myasthenia gravis schon seit längerem bekannt ist, ist die Frage nach Ursache und Wirkung dieser Verknüpfung nach wie vor ungeklärt. Durch diese Studie erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Entstehung der Myasthenie und der mit ihr assoziierten Auto-Antikörper-Bildung. Weiterhin möchten wir die Auswirkungen einer Entfernung des Thymus auf das Immunsystem im Rahmen der Myasthenia gravis untersuchen. Dafür untersuchen wir Myasthenie-Patienten mit und ohne Thymus-Tumor und Thymus-Tumor-Patienten ohne Myasthenie vor und nach operativer Entfernung der Thymusdrüse.

Studienleitung: Dr. Siegfried Kohler (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, Neurologie CCM)

MYASTHENIE-Kohorte: Myasthenia gravis: Diagnostische, prognostische und Therapie-Response Marker

Der Verlauf und der Schweregrad der Myasthenia gravis (MG) sind individuell sehr unterschiedlich. Bislang gibt es keine klinischen, genetischen oder immunologischen Marker, die eine Vorhersage der Verlaufsform und damit der Prognose der Myasthenie erlauben. Mit Hilfe der Myasthenie-Kohorte sollen prognostische Parameter identifiziert werden, die den Verlauf (okulär, generalisiert, myasthene Krise), das Ansprechen auf die Therapie (Pyridostigmin, Steroide, Immunsuppressiva, Thymektomie) und den Langzeit-Verlauf frühzeitig vorhersagen können. Zudem sollen Biomarker identifiziert werden, die die Krankheitsaktivität (Krankheitsremissionen bzw. Exazerbation) vorhersagen. Ferner sollen anhand der über einen Zeitraum von zehn Jahren systematisch untersuchten und klinisch sowie paraklinisch prospektiv Im Gegensatz zu retrospektiv, eine Datenerhebung und Analyse, die sich auf die Zukunft bezieht, d.h. die Hypothese besteht bereits vor der Untersuchung fest. sehr gut definierten Studienpopulation neue wissenschaftliche Hypothesen und Erkenntnisse überprüft werden.

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Studien zur chronisch-inflammatorisch demyelinisierenden Polyneuropathie CIPD (Auswahl):

CIDP-Kohorte: Chronisch-inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie: Diagnostische, prognostische und Therapie-Response Marker

Der Verlauf und der Schweregrad der chronisch-inflammatorisch demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) sind individuell sehr unterschiedlich. Besonders bei jüngeren Patienten (ca. 30% der Fälle) beobachtet man schubförmige Verläufe. Bislang gibt es keine klinischen, genetischen oder immunologischen Marker, die eine Vorhersage der Verlaufsform und damit der Prognose der CIDP erlauben. Mit Hilfe der „CIDP-Kohorte“ sollen Prognoseparameter identifiziert werden, die den Verlauf, aber auch das therapeutische Ansprechen und das Langzeit-Outcome frühzeitig vorhersagen können. Zudem sollen Biomarker identifiziert werden, die die Krankheitsaktivität (Krankheitsremission bzw. Exazerbation) vorhersagen. Anhand der über einen Zeitraum von 10 Jahren systematisch untersuchten prospektiv Im Gegensatz zu retrospektiv, eine Datenerhebung und Analyse, die sich auf die Zukunft bezieht, d.h. die Hypothese besteht bereits vor der Untersuchung fest. sehr gut charakterisierten Studienpopulation sollen ferner neue wissenschaftliche Hypothesen und Erkenntnisse überprüft werden.

Studienleitung: Dr. Juliane Klehmet (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, Neurologie CCM)

Studien zu Entwicklungsstörungen des Nervensystems (z.B. Epilepsie) (Auswahl):

CARDIF-Studie: Kohlendioxid zur Behandlung von Fieberkrämpfen

5% aller Kinder erleiden in ihrem Leben mindestens einen Fieberkrampf. 30% dieser Kinder haben wiederholte oder besonders lang andauernde Fieberkrämpfe, was für die Eltern immer eine sehr bedrohliche Situation darstellt. Bisherige Standardtherapie ist die rektale Gabe von Diazepam bei Anfällen die länger als 3 Minuten dauern. Diese Substanz hat einen ruhigstellenden (sedierenden) Effekt, wirkt leider nicht immer und in der Regel schlafen die Kinder nach Anwendung für den Rest des Tages oder sind zumindest benommen.

In Voruntersuchungen konnte gezeigt werden, dass das Einatmen von einer erhöhten Kohlendioxid-Konzentration Fieberkrämpfe schnell beenden kann. Dies möchten wir nun in einer randomisierten Die Zuteilung in die Behandlungsarme erfolgt rein zufällig., placebokontrollierten In einem Studienarm erhalten die Patienten ein sogenanntes Placebos. Das ist ein Scheinmedikament, welches wie die Studienmedikation aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält., doppelblinden Doppelblind bedeutet, dass weder der Patienten noch der Arzt wissen, ob der Patient die Studienmedikation oder das Placebo erhält (bzw. bei Studien ohne Medikation: in welchem Studeinarm der Patient sich befindet). größeren Studie mit der Anwendung von Carbogen, einer Gasmischung bestehend aus 5% Kohlendioxid und 95% Sauerstoff, bestätigen. Alle bisherigen Daten weisen eine sehr hohe Sicherheit von Carbogen nach. Die Gabe des Kohlendioxids erfolgt über eine Niedrigdruck-Dose (ähnlich einer Spraydose), die eine Gasmischung aus 5% Kohlendioxid und  95% Sauerstoff enthält. Teilnehmende Patienten erhalten diese Dosen zur Anwendung mit nach Hause.

Studienleitung: Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld (AG Entwicklungsstörungen des Nervensystems, NCRC, Pädiatrie CVK)

Die Ursachen von Fieberkrämpfen

Drei bis fünf Prozent aller Menschen hatten mindestens einmal in ihrem Leben einen Fieberkrampf. Trotz der Häufigkeit dieser Krankheit sind die pathophysiologischen Die pathophysiologische Forschung beschäftigt sich damit, welche Mechanismen zu einer Erkrankung führen und wie ein erkrankter Körper  funktioniert. und genetischen Ursachen ungeklärt. Basierend auf Untersuchungen an einem Tiermodell, welches eine gestörte Atemregulation bei Fieber als mögliche Ursache nahelegt, führen wir eine klinische Studie durch, bei der wir diese Hypothese am Menschen überprüfen. In der Studie werden Kinder in der Nacht nach einem Fieberkrampf kontinuierlich hinsichtlich ihrer Atemfrequenz, Körpertemperatur, der Sauerstoffsättigung und des Kohlendioxid Partialdrucks überwacht. Als Kontrollgruppe dienen Kinder, die zwar Fieber haben, aber keinen Krampfanfall erlitten haben.

Studienleitung: Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld (AG Entwicklungsstörungen des Nervensystems, NCRC, Pädiatrie CVK)

Entwicklung von Software zur Beurteilung von Genvarianten und krankmachenden Mutationen beim Menschen

Die neuen Sequenzierungstechniken werden es erlauben, in wenigen Jahren das Genom eines jeden Menschen für 1.000 US-Dollar zu sequenzieren (d.h. die Abfolge von 3 Milliarden Basenpaaren zu lesen). Dabei wird man zwangsläufig auf zahlreiche Varianten stoßen, von denen die überwiegende Mehrzahl gutartig ist und nur die Unterschiede zwischen den Menschen widerspiegeln. Wir entwickeln und verbessern kontinuierlich Software, welche wir frei über das Internet zur Verfügung stellen und die es Ärzten und Forschern ermöglicht, diese Genvarianten automatisch zu bewerten und gutartige von krankmachenden Veränderungen zu unterscheiden. Dies vereinfacht die Suche der „Stecknadel im Heuhaufen“. Nähere Informationen finden Sie hier. Die Software ist verfügbar über http://www.genedistiller.org und http://www.mutationtaster.org

Studienleitung: Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld (AG Entwicklungsstörungen des Nervensystems, NCRC, Pädiatrie CVK)

Genetische Ursachen schwerer Epilepsien des Kleinkindalters

Diese Studie widmet sich der Aufklärung genetischer Ursachen des West Syndroms, einer im Säuglings- oder Kleinkindalter auftretenden schweren Form der Epilepsie. Die Untersuchung besteht in der Genkartierung und Gensequenzierung bei betroffenen Patienten und ihren Familien. Wir hoffen, durch diese Untersuchungen die Ursachen aufzudecken, die in Zukunft eine ursächliche Therapie ermöglichen werden.

Studienleitung: Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld (AG Entwicklungsstörungen des Nervensystems, NCRC, Pädiatrie CVK)

Genetische Ursachen der Arthrogryposis multiplex congenita

Mit dieser Studie möchten wir Gene identifizieren, deren Mutationen zu einem Krankheitsbild führen, bei dem die Kinder schon im Mutterleib bewegungsarm sind und deshalb mit versteiften Gelenken geboren werden. Wir bestimmen dafür die Basensequenz von Genen, die in der Entwicklung des Muskel- und Nervensystems eine Rolle spielen.

Studienleitung: Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld (AG Entwicklungsstörungen des Nervensystems, NCRC, Pädiatrie CVK)

Studien zur Muskeldystrophie Duchenne:

SUNIMUD-Studie: Sunphenon EGCg (Epigallocatechin-Gallat) in der Muskeldystrophie vom Typ Duchenne

In dieser Studie, die in enger Zusammenarbeit mit dem SPZ Neuropädiatrie am Charité-Campus Virchow Klinikum und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der DRK Kliniken Berlin Westend durchgeführt wird, untersuchen wir, ob die regelmäßige Einnahme des Extraktes aus dem Grünen Tee (Epigallocatechin-Gallat, EGCG) das Voranschreiten der Behinderung bei Patienten mit der Muskeldystrophie Duchenne positiv beeinflusst. Es handelt sich um eine multizentrische Eine Studie, die an mehreren Zentren durchgeführt wird. randomisierte Die Zuteilung in die Behandlungsarme erfolgt rein zufällig., placebokontrollierte In einem Studienarm erhalten die Patienten ein sogenanntes Placebo. Das ist ein Scheinmedikament, welches wie die Studienmedikation aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält., doppelblinde Doppelblind bedeutet, dass weder der Patienten noch der Arzt wissen, ob der Patient die Studienmedikation oder das Placebo erhält (bzw. bei Studien ohne Medikation: in welchem Studeinarm der Patient sich befindet). Studie. Teilnehmen können männliche Patienten mit der Diagnose einer Muskeldystrophie Duchenne ab einem Alter von fünf Jahren. Das Studienmedikament wird als Kapsel zweimal täglich eingenommen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC), Dr. Ulrike Grieben (SPZ, Pädiatrie)

Studien zu leichten Gedächtniseinschränkungen und zur Alzheimer Demenz (Auswahl):

Lifestyle-Studien: Einfluss von Lebensstilfaktoren auf das Gehirn

Bisherige Daten lassen vermuten, dass ein gesunder Lebensstil dazu beitragen kann, das Risiko von altersabhängigen Erkrankungen zu verringern. Neben Rauchgewohnheiten, Alkoholkonsum, Gewicht und sozialer Interaktion werden körperlicher Aktivität und der Ernährung eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Der direkte Einfluss dieser Faktoren auf die Kognition beim Menschen ist jedoch noch unklar, ebenso wie die zugrunde liegenden Mechanismen.

Die Arbeitsgruppe untersucht in verschiedenen Interventionsstudien (Projekt 1: Gehirnverbesserung durch diätische Maßnahmen bei älteren Menschen; Projekt 2: Gehirnverbesserung durch Kombination von diätischen Maßnahmen, Sport und kognitiver Stimulation bei Menschen mit bestehender leichter Gedächtniseinschränkung (sog. Mild Cognitive Impairment, MCI) den Einfluss von Sport und gesunder Ernährung (u.a. Kalorienrestriktion, Omega-3 Fettsäuren) auf das alternde Gehirn. Dabei werden neuropsychologische Testverfahren, Analyse peripherer Biomarker im Blut, und bildgebende Verfahren wie strukturelle und funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) eingesetzt.

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

SUNAK-Studie: Sunphenon EGCg (Epigallocatechin-Gallat) im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit

In dieser Studie untersuchen wir, ob die regelmäßige Einnahme des Extraktes aus dem Grünen Tee (Epigallocatechin-Gallat, EGCG) das Voranschreiten der Erkrankung bei Patienten mit Alzheimer-Demenz verlangsamen kann. Es handelt sich um eine multizentrische Eine Studie, die an mehreren Zentren durchgeführt wird., randomisierte Die Zuteilung in die Behandlungsarme erfolgt rein zufällig., placebokontrollierte In einem Studienarm erhalten die Patienten ein sogenanntes Placebo. Das ist ein Scheinmedikament, welches wie die Studienmedikation aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält., doppelblinde Doppelblind bedeutet, dass weder der Patienten noch der Arzt wissen, ob der Patient die Studienmedikation oder das Placebo erhält (bzw. bei Studien ohne Medikation: in welchem Studeinarm der Patient sich befindet). Studie. Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten mit der Diagnose einer Demenz vom Typ Alzheimer ab einem Alter von 60 Jahren, die sich in einer frühen Krankheitsphase befinden. Das Studienmedikament wird als Kapsel zweimal täglich eingenommen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Studien zu gestörter Glukose-Toleranz:

Glukose-Toleranz-Studie: Training - Vorteilhaft für Gefäße und Nervenzellen?

Bisherige Daten legen nahe, dass Sport positive Effekte auf die hirnversorgenden Gefäße hat. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Sport eine bestehende pathologische Glukosetoleranz (PGT) bzw. einen Diabetes mellitus verbessern kann, sogar ohne eine begleitende Gewichtsabnahme.

In dieser monozentrischen Eine Studie, die an mehreren Zentren durchgeführt wird., prospektiven Im Gegensatz zu retrospektiv, eine Datenerhebung und Analyse, die sich auf die Zukunft bezieht, d.h. die Hypothese besteht bereits vor der Untersuchung fest.  , einfachblinden, randomisierten Die Zuteilung in die Behandlungsarme erfolgt rein zufällig., placebokontrollierten In einem Studienarm erhalten die Patienten ein sogenanntes Placebos. Das ist ein Scheinmedikament, welches wie die Studienmedikation aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält. Studie soll der Effektes von „Nordic Walking“ auf die Gedächtnisleistung und auf vaskuläre Funktionen bei älteren Personen untersucht werden. Unsere Ergebnisse werden es erlauben, spezifische Sportinterventionen für diese Gruppe älterer Menschen zu entwickeln, eventuell sogar pharmazeutische „Sport-Mimetika“ (z. B. neurotrophe Faktoren, die injiziert werden können).

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, CSB, Neurologie CCM)