Einstein Visiting Fellow
Das Ziel des Förderprogramms „Einstein Visiting Fellow“ der Einstein Stiftung ist es, ausländische Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler längerfristig in die Berliner Forschungslandschaft einzubinden um so das internationale Profil der Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen zukünftig weiter zu stärken.
Zielgruppen sind insbesondere Forscherinnen und Forscher, die die Schwerpunktbereiche der Berliner Wissenschaft mit einer besonderen Kompetenz ergänzen und über den herkömmlichen Weg der Berufung nicht gewonnen werden können, da sie an ihre Heimatuniversitäten gebunden sind.
Dafür werden durch die Einstein Stiftung Berlin pro „Einstein Visiting Fellow“ Mittel in Höhe von max. 150.000 € jährlich zur Verfügung gestellt. Diese Mittel können von den Wissenschaftlern selbst flexibel für ihre Forschung eingesetzt werden.
Weitere Informationen zur Einstein Stiftung finden Sie hier.
Prof. Dr. Roger Traub ist seit dem 01.12.2010 „Visiting Fellow“ im Rahmen der Einstein Stiftung Berlin. Er studierte an der Princeton University, New Jersey, USA, Mathematik und absolvierte daraufhin sein Medizinstudium an der University of Pennsylvania.
Seit 2001 ist Roger Traub Professor für Physiologie, Pharmakologie und Neurologie an der State University New York. Zudem arbeitet er als Forschungsmitglied für IBM im Watson Research Center.
Roger Traub ist Experte für die Computersimulation von Schaltkreisen zwischen kortikalen Neuronen, die ihre Anwendung zum Beispiel bei der Erforschung der Epilepsie findet.
In Kooperation mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Dietmar Schmitz und Prof. Dr. Michael Brecht, erforscht Roger Traub schnelle Netzwerkoszillationen und intrazelluläre Spikes bzw. Spikelets sowohl in vitro als auch in vivo. Die von Roger Traub entwickelten Netzwerkstimulationen ermöglichen in hohem Maße die realen Bedingungen abbilden zu könne und spezifische und verifizierbare Vorhersagen zu ermöglichen. Beispiele sind u.a. die Vorhersage von Gamma-Oszillationen in Netzwerken von Interneuronen, die Rolle von Interneuronen-Paaren und die Rolle von Gap Junction-Kanälen. Dies ermöglicht den NeuroCure-Wissenschaftlen und -Wissenschaftlerinnen, auch kryptische experimentelle Beobachtungen weiter zu analysieren.
NeuroCure Visiting Fellows
In Anlehnung an das „Visiting Fellow“-Programm der Einstein Stiftung Berlin entwickelte NeuroCure ein eigenes Programm indem zur Zeit drei renommierte ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefördert werden. Diese werden langfristig in die Forschung des Exzellenzclusters eingebunden und tragen durch neue Ideen zu Synergien und einer internationalen Vernetzung bei. Voraussetzung dafür ist, dass der/die Visiting Fellow mehrmals im Jahr über einen längeren Zeitraum in Berlin präsent ist und sich aktiv an den Forschungs- und Lehraktivitäten des Clusters beteiligt. Dies erfolgt beispielsweise in Form von gemeinsamen Projekten, der Entwicklung neuer Technologien oder durch wissenschaftliche Vorträge, die auch zur Ergänzung der Lehre dienen.
Den NeuroCure Visiting Fellows stehen für drei Jahre Mittel in Höhe von 50.000 € jährlich zur Verfügung, welche durch den/ die Visiting Fellow selbst flexibel eingesetzt werden können.
Seit Januar 2011 ist Prof. Dr. Burkhard Becher Visiting Fellow von NeuroCure. Am Institut für Neuropathologie der Charité arbeitet er im Labor von Prof. Dr. Frank Heppner.
Burkhard Becher ist Co-Direktor des Instituts für Experimentelle Immunologie am Universitätskrankenhaus Zürich. Nach dem Abschluss seines Biologiestudiums in Köln absolvierte er einen PhD in Genetik an der McGill University in Montreal, Kanada und danach einen Postdoc an der Dartmouth Medical School New Hampshire, USA
Sein Hauptinteresse gilt der Erforschung von Pathogenesemechanismen, die zur Entstehung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems führen. Seine Arbeitsgruppe arbeitet vor allem mit in vivo Tiermodellen an der Analyse degenerativer, maligner und entzündlicher Prozesse. Im Speziellen interessiert sich Burkhard Becher für die Rolle und Funktion der angeborenen und adaptiven Immunabwehr während der Entwicklung degenerativer Erkrankungen sowie ihre Reparaturmechanismen und die Tumorimmunologie innerhalb des zentralen Nervensystems.
Prof. Dr. Brian MacVicar ist seit März 2011 NeuroCure Visiting Fellow. Er arbeitet im Labor von Prof. Dr. Helmut Kettenmann am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC).
Brian MacVicar studierte an der University of Toronto Zoologie und Neurophysiologie. Heute ist er als Professor in der Abteilung für Psychiatrie am Brain Research Centre der University of British Columbia, Kanada, tätig. Zudem steht er der „Candian Association for Neuroscience” als Präsident vor.
Die Arbeitsgruppe von Brian MacVicar forscht an der Physiologie von Gliazellen und ihrer Interaktion mit Nervenzellen, sowie an der Interaktion von Nervenzellen mit Gliazellen und an Astrozyten-Gefäß-Wechselwirkungen. Als erster Wissenschaftler überhaupt beschrieb er die spannungsgesteuerten Ca2+-Kanäle in Astrozyten. Seine Gruppe zeigte auch, dass sich während eines Schlaganfalls sogenannte Hemi-Kanäle, Proteine der Art einer „Gap Junction“, öffnen.
Seit März 2011 ist Prof. Dr. Istvan Mody Visiting Fellow des Exzellenzclusters. Er arbeitet im Labor von Prof. Dr. Uwe Heinemann am Institut für Neurophysiologie an der Charité.
Istvan Mody studierte Physiologie mit dem Schwerpunkt Neurophysiologie an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Seit 1995 hat er eine Tony Coelho-Professur für Neurologie und Physiologie an der UCLA School of Medicine, Californien, inne. Unter anderem war Istvan Mody als Izaak Walton Killam Memorial Post-doc am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München tätig.
Seine Arbeitsgruppe forscht an GABAergen-Kanälen und Epilepsie.
