Forschungsgebiet F:
Plastizität
Die langfristigen Folgen einer cerebralen Läsion werden durch
entogenetische, erfahrungsabhängige und homeostatische
Plastizität bestimmt. Die Erforschung der elementaren
Entwicklungs- und Regenerationsprozesse sowie die Identifikation der
beteiligten Moleküle
durch die Grundlagenforschung sind ein entscheidender und unverzichtbarer Bestandteil der
NeuroCure Initiative. In der Tat konnte kürzlich für Transkriptionsfaktoren mit einer Funktion
in der embryonalen Musterbildung auch eine Beteiligung an läsionsinduzierter Reorganisation
nachgewiesen wer den. NeuroCure Wissenschaftler untersuchen systematisch die
Veränderungen der Genexpression durch physiologische und pathophysiologische neuronale
Aktivität. Dabei wurden eine Reihe von Genen identifiziert, deren Beteiligung an synaptischer
Transmission und Plastizität von uns erforscht wird. Darüber hinaus untersuchen wir synaptische
Funktionen während und nach cerebralen Läsionen, die durch cerebrovaskuläre Erkrankungen,
Neuroinflammation und Störungen der Netzwerkentwicklung hervorgerufen werden können.
Die Entschlüsselung der kausalen Mechanismen und der daran beteiligten Signalwege wird
entscheidend zur Identifikation neuer Therapieansätze beitragen, um Fehlentwicklungen bei der
Netzwerkbildung zu verhindern.
